Bürgergeld und Baby: Die harte Entscheidung, mein Kind abzugeben
„Armes Deutschland“: Michelle wieder schwanger – doch sie glaubt nicht, dass sie ihr Baby behalten darf
Eine Nachricht, die eigentlich glücklich machen sollte, trifft sie mit voller Wucht. Michelle (25), bekannt aus der RTLZWEI-Dokusoap „Armes Deutschland“, hält mehrere positive Schwangerschaftstests in den Händen. Doch statt Freude empfindet sie Angst. „Ich glaube nicht, dass das Kind bei mir bleiben wird“, sagt sie mit brüchiger Stimme.
Eine schwierige Beziehung mit dunkler Vergangenheit
Der Vater des Babys ist Jerome, mit dem Michelle eine turbulente und oft toxische Beziehung verbindet. Die beiden liebten sich, stritten sich heftig – und am Ende eskalierte die Situation. Michelle wirft Jerome vor, sie mit einer Waffe bedroht zu haben. Danach war alles aus.

Jerome, der inzwischen eine neue Freundin hat, scheint mit der Vergangenheit abgeschlossen zu haben. Doch die erneute Schwangerschaft holt beide wieder ein – mit all den Problemen, die sie nie gelöst haben.
„Ich wollte endlich wieder arbeiten – und jetzt das“
Für Michelle kommt die Nachricht zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt. Sie hatte gehofft, bald eine neue Arbeitsstelle antreten zu können, wollte ihrem Leben endlich Struktur geben. „Es ist immer das Gleiche“, sagt sie. „Sobald ich wieder arbeiten will, passiert etwas, das mich davon abhält.“
Für sie ist es die dritte Schwangerschaft, und der Schmerz über die verlorenen Chancen sitzt tief. Michelle hat bereits zwei Kinder – keines lebt bei ihr. Ihr zweites Kind, ebenfalls von Jerome, wurde vom Jugendamt in eine Pflegefamilie gegeben, weil das Paar den Anforderungen nicht gerecht werden konnte.
Keine Hoffnung auf einen Neuanfang
Die 25-Jährige wirkt resigniert. Sie glaubt nicht daran, dass sie das dritte Kind behalten darf. „Ich weiß, wie das läuft. Das Jugendamt wird wieder kommen“, sagt sie mit leerem Blick.
Jerome sieht das ähnlich. In der Doku betont er, dass er nicht bei der Geburt dabei sein wolle, weil er es nicht ertragen könne, zuzusehen, wie das Baby in Obhut genommen wird. „Das halte ich nicht aus“, sagt er.
Ihre Aussagen zeichnen ein bedrückendes Bild zweier Menschen, die zwischen Schuld, Überforderung und Hilflosigkeit gefangen sind – und eines ungeborenen Kindes, dessen Zukunft schon vor der Geburt ungewiss ist.
Zwischen Vorwürfen und Verantwortung
Michelle wehrt sich gegen den Vorwurf, sie wolle gar nicht arbeiten oder Verantwortung übernehmen. „Ich will endlich raus aus dieser Situation“, sagt sie. Doch die Realität spricht eine andere Sprache. Sowohl sie als auch Jerome haben nicht verhütet – eine Entscheidung, die zeigt, wie wenig beide ihr Leben unter Kontrolle haben.
Für viele Zuschauer ist der Fall schwer zu ertragen. In den sozialen Medien entbrennt eine Diskussion über Verantwortung, elterliche Pflichten und das Bürgergeld-System. Doch klar ist auch: Michelles Geschichte steht nicht stellvertretend für alle Empfänger staatlicher Unterstützung.
Zwischen Hoffnung und Tragödie
Was mit Michelle, Jerome und dem ungeborenen Kind passieren wird, zeigt RTLZWEI in der neuen Folge von „Armes Deutschland“ am 2. Dezember um 20:15 Uhr.
Ob es für Michelle noch einmal eine Chance auf einen echten Neuanfang gibt, bleibt offen. Ihre Geschichte ist ein eindrücklicher Blick in ein Leben zwischen Hoffnung, Verzweiflung und dem Kampf um einen Platz in der Gesellschaft.




