“Abartige Sprüche”: Bewohner sagen, welche Hass-Nachrichten sie am meisten treffen

Die Bewohner der Mannheimer „Benz-Baracken“ sind es gewohnt, dass ihr Alltag im Fernsehen gezeigt und von Millionen Zuschauern verfolgt wird.

Seit Jahren gehört die RTLZWEI-Dokusoap „Hartz und herzlich“ zu den meistdiskutierten Formaten des Senders – und mit der wachsenden Bekanntheit steigen auch die Reaktionen aus der Öffentlichkeit.

Doch während viele Fans Anteilnahme, Respekt und Zuspruch schicken, zeigt die neue Folge der beliebten Doku, wie schwer die Schattenseite dieses Ruhms auf den Bewohnern lastet.

Täglich erreichen die Protagonisten unzählige Nachrichten, Briefe und Kommentare. Ein Großteil davon ist freundlich gemeint: Zuschauer bedanken sich für die Offenheit der Bewohner, wünschen Kraft in schwierigen Zeiten oder senden kleine Geschenke, um Mut zu machen.

Doch neben der warmherzigen Fanpost finden sich immer wieder auch bittere, verletzende und hasserfüllte Botschaften, die den Bewohnern zeigen, wie gnadenlos das Internet sein kann.

In der neuen Episode gewähren die „Benz-Baracken“-Bewohner einen seltenen Einblick in jene Nachrichten, die sie besonders getroffen haben.

Einige der Beleidigungen zielen direkt auf ihr Aussehen ab, andere verspotteten ihre Lebenssituation oder stellten ihr gesamtes Wesen infrage.

Für viele der Protagonisten ist diese Form von digitaler Gewalt schwerer zu ertragen, als man auf den ersten Blick annehmen mag.

Vor allem Dagmar, eine der beliebtesten und offensten Bewohnerinnen, spricht offen darüber, wie sehr sie manche Kommentare verletzen.

Während sie ihren Alltag so authentisch wie möglich zeigt und hofft, anderen Menschen Mut zu machen, treffen sie Worte voller Spott oft wie ein Schlag ins Gesicht. „Viele wissen gar nicht, was sie mit ihren Nachrichten anrichten können“, erklärt sie sichtlich bewegt.

Beate kann nicht bei ihrem Sohn im Krankenhaus bleiben (Video) - Hartz und  herzlich - Tag für Tag - RTLZWEI

Auch Tobias und Janine berichten von anonymen Nachrichten, die weit unter die Gürtellinie gehen.

Einige Kritiker schreiben ihnen, sie würden dem Staat „auf der Tasche liegen“, andere zweifeln ihre Beziehung oder ihre Fähigkeiten als Eltern an. Was für die Absender manchmal nur ein kurzer, unüberlegter Kommentar ist, kann bei den Empfängern lange nachhallen.

Trotz dieser verbalen Angriffe versuchen die Bewohner, sich nicht unterkriegen zu lassen. Sie betonen, dass der Zusammenhalt in den „Benz-Baracken“ ihnen Kraft gibt.

Wenn jemand aus der Community besonders hart angegriffen wird, sprechen sich die Nachbarn gegenseitig Mut zu, unterstützen einander und zeigen, dass sie gemeinsam stärker sind als jeder online verfasste Hass.

Die Episode macht deutlich, wie herausfordernd das Leben in der Öffentlichkeit sein kann, besonders für Menschen, deren Lebensumstände ohnehin schwierig sind.

Gleichzeitig zeigt sie aber auch, wie mutig die Bewohner sind: Sie öffnen sich trotz Kritik und verletzender Nachrichten weiterhin vor der Kamera, um ihren echten Alltag zu zeigen – ehrlich, ungeschönt und immer mit der Hoffnung, verstanden statt verurteilt zu werden.

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