“Bares für Rares” endet mit Knall: Händler stimmt Top-Deal zu, hat aber keine Kohle
Köln – Eine Statur ohne Haupt wird bei “Bares für Rares” auf einen Sensationspreis geschätzt. Daniel Meyer (52) sichert sich den Deal, doch dann wird’s kurios: Der Händler kann den Betrag gar nicht bar bezahlen.

Aus Angst, ihre Pferde oder Hunde könnten das Kunstobjekt umstoßen, hat Katja Heindle aus Bad Birnbach die ungewöhnliche Bronze mit in das Pulheimer Walzwerk gebracht. Moderator Horst Lichter (63) ulkt: “Kopflos hat jetzt eine Bedeutung.”
Im Anschluss nimmt sein Experte Colmar Schulte-Goltz (52) das imposante Mitbringsel genau unter die Lupe. Es handelt sich um eine Arbeit von Karl-Heinz Krause mit dem Titel “Großer Torso” aus dem Jahr 1968.
Ein Stempel offenbart die Besonderheit: Die Bronze ist die erste von weltweit nur sechs Exemplaren. Auch eine Signatur des Künstlers ist vorhanden. “Die Patina ist gewachsen, das macht diese Bronze besonders wertvoll”, ergänzt Schulte-Goltz.
Als die Verkäuferin ihren Wunschpreis nennt, trifft Lichter beinahe der Schlag. 12.000 bis 15.000 Euro fordert die Reitstallleiterin für die gesichtslose Lady. “Heidenei”, staunt der Gastgeber. Derartige Summen werden in der ZDF-Trödelshow nicht oft genannt.
Es kommt aber noch besser: Der hohe Betrag ist nämlich nicht bloß frommes Wunschdenken. Laut Schulte-Goltz sei gar ein Erlös von bis zu 16.000 Euro möglich, da Skulpturen mittlerer Größe am Kunstmarkt nur selten zu finden sind.

Knallharte Verhandlungen enden mit nicht alltäglichem Deal

Mit diesen rosigen Aussichten geht es für Katja weiter in den Händlerraum. “Das sieht aus, als wäre der Kopf abgebrochen”, bemerkt Meyer zunächst. Seine Kollegen klären ihn auf: “Das ist so gewollt.” Und Lisa Nüdling (45) schwärmt: “Sehr weiblich.”
Das erste Gebot kommt allerdings von Walter “Waldi” Lehnertz (58) und liegt mit 1080 Euro fernab von Gut und Böse. Bei 3000 Euro gesteht Nüdling, preislich im Dunklen zu tappen. Auf Bitten verrät die Verkäuferin den Schätzpreis. “Das finde ich happig”, schnaubt Meyer.
Unter 13.000 Euro wolle sie auf gar keinen Fall verkaufen, stellt Katja klar, nachdem sie die entglittenen Gesichtszüge sieht. “Woah, Engelchen, jetzt sei doch nicht so hart zu uns”, jammert Waldi. Die Verkäuferin kommt den Händlern mit einem “fairen Angebot” entgegen: 10.000 Euro.
“Das ist weit unter der Expertise”, betont die Pferdefreundin mit Nachdruck. Ihre Taktik geht auf. Meyer will immerhin 9000 Euro bezahlen. Katja besteht wenigstens auf 9500 Euro. Der 52-Jährige gibt auf und stimmt zu. Doch es gibt ein Problem …
Meyer hat nicht mehr genügend Bares, um das rare Stück zu bezahlen. Schließlich trifft er mit der Verkäuferin eine Vereinbarung: 2500 Euro gibt es sofort auf die Hand, der Rest folgt per Überweisung.
“Bares für Rares” läuft montags bis freitags, ab 15.05 Uhr, im ZDF oder vorab bereits in der Mediathek.




