Von Pablo Picasso: Keramik aus 1952 als großes Dankeschön für Pflege erhalten | Bares für Rares
Doch zurück zu dem Stück von einem der bekanntesten Künstler der Welt „Wow, ein echter Picasso bei „Bares für Rares““, freut sich etwa Kunst- und Antiquitätenhändler David Suppes aus Wiesbaden. Die Bildplatte von Pablo Picasso aus dem Jahr 1952 hatte der Verkäufer von einer Freundin als Dankeschön bekommen.
Der 1881 in Malaga/Spanien geborene und 1972 in Mougins/Frankreich gestorbene Pablo Picasso war ein weltberühmter Maler, Grafiker und Bildhauer. Sein umfangreiches Gesamtwerk umfasst Gemälde, Zeichnungen, Grafiken, Collagen, Plastiken und Keramiken. Deren Gesamtzahl wird auf 50.000 geschätzt.
Pablo Picasso arbeitete sehr viel mit Keramik. In Vallauris an der Côte d’Azur in Frankreich lebte der Spanier mit Marie Françoise Gilot ab 1948 für mehrere Jahre und arbeitete dort in der Manufaktur Madoura. Aus dieser stammt auch die Bildplatte mit dem Titel „Fisch auf schwarzem Grund“ (Werknummer: 167).
Bei Stücken von Pablo Picasso hatte es bei „Bares für Rares“ in der Vergangenheit derweil schon einige merkwürdige Momente gegeben. Einmal zeigte sich Horst Lichter in Bezug auf einen echten Pablo Picasso so unwissend, dass es kaum wahr sein kann. Einer Keramik des Künstlers schrieb er einen Wert von 100 Euro zu.
Später gab es in der ZDF-Sendung bei der Begutachtung eines Picasso-Kunstwerks einmal einen Affenspruch. Wieder ein anderes Mal redete sich Horst Lichter bei einem weiteren Picasso-Objekt, bei einem Keramik-Fisch, um Kopf und Kragen. Er zeigte wenig Verständnis für die Kunst von Picasso.

Während Berthold Bauch aber nun für den echten Picasso gerne 7000 Euro bekommen würde, bezifferte „Bares für Rares“-Experte Colmar Schulte-Goltz den Wert der glasierten Keramik, die eine lebendige Darstellung aufweist, in seiner Expertise auf 8000 bis 9000 Euro. Picasso hatte diese Bildplatte entworfen, aber nicht selbst hergestellt und nicht selbst bemalt.
Laut Colmar Schulte-Goltz handelt es sich um Unikate, die in Serie hergestellt worden sind. In diesem Fall in einer Auflage von 100 Stück.
Trotz einiger kleiner Makel ist der Teller in einem sehr guten Zustand. Im Händlerraum, in dem Elisabeth Nüdling aus Fulda und Sarah Schreiber, die kürzlich nach einer langen Babypause zurückkehrte, dieses Mal nicht dabei sind, wird sein Wert schnell erkannt.
Bieterwettstreit um Picasso in Tausender-Sprüngen
Die Händler überbieten sich nach dem Erstgebot von Susanne Steiger in 1000-Euro- beziehungsweise 2000-Euro-Sprüngen. Letztlich freut sich der Wiesbadener Händler David Suppes, die Keramik von Pablo Picasso für 7300 Euro kaufen zu können. „Da haben Sie mir eine sehr große Freude gemacht“, bedankt sich der Händler aus Hessen beim Verkäufer.




