Nach Familien-Streit: Wollnys greifen zu fragwürdigem Mittel

Das Umfeld von Silvia Wollny will nach heftigen Vorwürfen ein Zeichen setzen. Den Wollnys und der Sendung könnte das mehr schaden als nutzen, denn die Aktion sorgt eher für Stirnrunzeln.

Vor dem großen Streit mit Silvia Wollny: Peter Wollny und Florian Köster tragen Servet Özbek eine Treppe hoch und lachen.
Peter Wollny und Florian Köster albern mit Servet Özbek herum – eine Szene, die es in Zukunft so wohl nicht mehr geben wird, denn die Wollnys haben sich zerstritten. Foto: RTLZWEI

Nach den jüngsten Eskalationen rund um die Familie Wollny wird jetzt zu ungewöhnlichen Mitteln gegriffen. Statt einer öffentlichen Stellungnahme zu den Vorwürfen setzen Silvia Wollny und ihr Umfeld auf eine Online-Petition. Initiiert wurde der Aufruf von Giulia, die sich selbst auf Instagram als „Unterstützerin der Familie“ präsentiert und von vielen als eine Art inoffizielle Managerin wahrgenommen wird.

In ihrer Story richtet sie sich mit dramatischen Worten an die Community. „So viel Hass und Hetze darf einfach nicht normal sein“, schreibt sie und ruft zur digitalen Unterschrift auf. Ziel sei es, ein „starkes Zeichen“ gegen Angriffe auf die Familie zu setzen. Der Link zur Petition folgte prompt.

Auch Silvia Wollny selbst teilte die Petition in ihrer Instagram-Story, was nahelegt, dass sie die Aktion nicht nur unterstützt, sondern womöglich aktiv mitträgt.

Wollny-Petition nach Streit: Schutz oder Ablenkung?

Der Inhalt der Petition liest sich wie ein emotionaler Appell. Unter dem Titel „Stoppt die Hetze gegen die Familie Wollny und schützt ihr Lebenswerk“ wird von „Rufmord“, „Cybermobbing“ und einer gezielten Kampagne gesprochen. Die besagten Vorwürfe sollen laut Petition aus dem eigenen Umfeld stammen, namentlich werden unter anderem Calantha Wollny und Frank Battermann genannt.

Gleichzeitig wird die Reality-Doku „Die Wollnys – Eine schrecklich große Familie“ zum schützenswerten „Lebenswerk“ erklärt. Eine Formulierung, bei der man durchaus kurz innehalten darf. Schließlich handelt es sich um ein langjähriges RTLZWEI-Format, das vor allem von öffentlichen Einblicken ins Familienleben lebt und das von vielen eher der Kategorie „Trash-TV“ als „Emmy-würdig“ zugeordnet werden dürfte. In der Petition klingt es jedoch ein bisschen so, als handele es sich bei den „Wollnys“ um schützenswertes Kulturgut, das mehr leistet als bloße Unterhaltung.

Servet Özbek und Silvia Wollny vor ihrem Streit gemeinsam im Supermarkt beim Einkaufen.
Servet Özbek und Silvia Wollny vor ihrem Streit gemeinsam im Supermarkt beim Einkaufen. Laut Servet soll die Wollny-Chefin dabei auch schonmal etwas mitgenommen haben, ohne zu bezahlen. Foto: RTLZWEI

Wenig Unterstützung: Petition der Wollnys sammelt nur wenige Unterschriften

Prompt fällt die Resonanz mager aus. Trotz der enormen Bekanntheit der Wollnys kommt die Petition bislang nur auf rund 7.964 Unterschriften (Stand: 16. April 2026, 13:50 Uhr). Für eine Familie, die seit Jahren ein Millionenpublikum erreicht, wirkt das extrem überschaubar. Zuletzt waren immer wieder Stimmen laut geworden, die Sendung haben seinen Zenit bereits überschritten. Hinzu belastet die lange Liste der Wollny-Skandale die Produktion zunehmend.

Das wirft unweigerlich Fragen auf, wie groß die tatsächliche Unterstützung aktuell noch ist oder ob viele Fans die Situation schlicht differenzierter betrachten.

Schwere Vorwürfe gegen Silvia Wollny und Familie

Denn während die Petition von „Lügen“ und „Hetze“ spricht, stehen gleichzeitig massive Anschuldigungen im Raum, die bislang nicht öffentlich aufgearbeitet wurden. Hinzu kommt: Es ist nicht das erste Mal, dass Silvia Wollnys Ruf massiven Schaden genommen hat. Mehrere Familienmitglieder, darunter Ex-Mann Dieter Wollny, Sohn Jeremy Pascal Wollny, die älteste Tochter Jessica Birkenheuer, Calantha Wollny haben in den letzten Jahren teils üble Vorwürfe gegen den TV-Star erhoben. Und jetzt haben sich auch noch Nesthäkchen Loredana Wollny und ihr Ehemann Servet losgesagt.

Im Raum steht unter anderem der Verdacht, dass Spenden für Erdbebenopfer gesammelt, aber nicht weitergeleitet worden sein sollen. Zudem soll es Berichte geben, wonach gespendete Windeln später in der „Wollny Boutique“ verkauft worden seien.

Auch gesundheitliche Risiken wurden thematisiert. Loredana und Servet behaupteten, ein Familienmitglied habe Quarantäneregeln missachtet und ein Baby mit Influenza angesteckt, um Dreharbeiten für RTLZWEI wahrnehmen zu können.

Kritik an Wollny-Petition: Ungewöhnlicher Schritt im Reality-TV

Vor diesem Hintergrund wirkt der Schritt hin zu einer Petition für Beobachter:innen zumindest ungewöhnlich. Denn üblicherweise werden solche Plattformen genutzt, um gesellschaftlich relevante oder politische Anliegen voranzutreiben. Eine Reality-TV-Familie als Gegenstand eines digitalen „Schutzschilds“ zu inszenieren, dürfte bei nicht wenigen für hochgezogene Augenbrauen sorgen.

Zumal die Petition vor allem eines deutlich macht: Statt sich konkret mit den Vorwürfen auseinanderzusetzen, wird der Fokus auf den Umgangston und angebliche Diffamierung gelegt.

Ob diese Strategie aufgeht, bleibt fraglich. Klar ist jedoch: Die Diskussion rund um Silvia Wollny und ihre Familie dürfte damit noch lange nicht beendet sein.

 

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