„Bares für Rares“Händler verzockt sich gewaltig

Bares für Rares: Händler verschätzt sich – Modelllok „Krokodil“ erzielt sensationelle vierstellige Summe

Eine Modelleisenbahn sorgt selten für derart spektakuläre Szenen wie in der Donnerstagsfolge von Bares für Rares. Doch dieses Mal kommt alles anders – und das liegt vor allem daran, dass sich ein Händler mächtig verschätzt.

Was Moderator Horst Lichter allerdings sofort elektrisiert: Vor ihm steht kein gewöhnliches Modell, sondern das legendäre „Krokodil“, eine der berühmtesten Loks der Eisenbahngeschichte. „Das berühmte Krokodil!“, ruft Lichter begeistert und beginnt sofort zu fachsimpeln. „Die Formgebung ist so, damit sie vorwärts und rückwärts gleich fährt!“

Experte Sven Deutschmannek wirkt kurz beeindruckt – bis Lichter lachend zugibt: „Hab ich mir gerade ausgedacht!“ Das Studio bricht in Gelächter aus.

Mitgebracht haben die Lok Jürgen und Thomas aus Hofheim am Taunus, zwei Freunde und langjährige Sammler. Sie arbeiten gemeinsam in einem Modellbauladen und haben schon viele alte Stücke restauriert. Doch dieses Modell, eine limitierte Märklin-Sonderausgabe, sticht heraus.

„Das ist eine Rarität“, sagt Jürgen überzeugt. Die beiden haben die Lok gemeinsam aus einem schlechten Zustand gerettet. Thomas hat sie vollständig gereinigt, entharzt – und sogar wieder fahrtüchtig gemacht. Ein Detail, das Horst Lichter sofort begeistert: „Beruf und Berufung in einem!“

Deutschmannek vertieft die Expertise. Die Lok mit dem Spitznamen „Krokodil“ stammt nicht etwa von der Schweizer Staatsbahn selbst – der Name wurde populär, als Märklin 1934 grüne Modelle auf den Markt brachte. Das Jubiläumsmodell der Verkäufer stammt aus 1984, produziert zum 125-jährigen Firmenjubiläum, limitiert auf 3300 Stück.

Zustand: hervorragend.
Wunschpreis der Verkäufer: 500 bis 1000 Euro.
Expertise: 500 bis 700 Euro.

Doch im Händlerraum beginnt das wahre Drama.

Händlerraum: Von 200 Euro zu einer Sensationssumme

Zunächst herrscht Irritation: Elke Velten zweifelt, ob die Lok überhaupt montierbar und bespielbar sei. Jan Žižka hebt sie hoch, überprüft die Verschraubung – zwei Befestigungspunkte, dann ist sie frei. „Das ist auch ordentlich schwer“, stellt er fest.

„Selbstverständlich ist da ein Motor drin!“, erklärt prompt Wolfgang Pauritsch.
Lisa Nüdling fragt interessiert: „Kann ich die also abnehmen und auf meiner Eisenbahn fahren?“ – „Ja, sie fährt“, versichern die Verkäufer.

Doch obwohl gleich mehrere Händler Interesse zeigen, fehlt allen außer einem das Fachwissen. „Wir tasten uns mal vor“, sagt Pauritsch ehrlich und beginnt bei 200 Euro.

Dann folgt eine vorsichtige Steigerung:

  • Nüdling: 215 €

  • Žižka: 350 €

  • Steve Mandel: 500 €

  • Elke Velten: ? (steigt ein)

  • Pauritsch: 600 €

Doch dann passiert etwas, womit niemand rechnet.

Steve Mandel setzt ein gewaltiges Signal:
„1000 Euro!“

Das Studio erstarrt für einen Moment.
Die Händler staunen.
Pauritsch schaut ungläubig.

Mandel erklärt seine Strategie offen: „Bei einer limitierten Auflage sind wir vermutlich längst nicht am echten Marktwert.“

Er zögert nicht lange – und die Verkäufer verraten schließlich, dass damit die Expertise bereits deutlich überboten ist.

Am Ende einigen sich beide Parteien auf 1000 Euro – eine vierstellige Summe, die sogar die Händler überrascht und weit über der Schätzung liegt.

Fazit:
Ein Standmodell aus den 80ern, ein legendärer Spitzname, zwei leidenschaftliche Sammler – und ein Händler, der seine Komfortzone verlässt. Das Ergebnis: einer der überraschendsten Deals der letzten Wochen. Einmal mehr beweist Bares für Rares, dass selbst erfahrene Händler nicht immer alles wissen können – und dass Sammlerleidenschaft oft zu erstaunlichen Ergebnissen führt.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

Back to top button
error: Content is protected !!