„Das ist eine Kopie“ Erst im „Bares für Rares“ Händlerraum kommt es ans Licht
Ein alltäglicher Fund, eine große Überraschung – und ein Moment, der zeigt, warum Fernsehsendungen wie Bares für Rares das Publikum seit Jahren begeistern.
In der aktuellen Geschichte betritt eine junge Frau das Studio mit einem Gegenstand, der zunächst unscheinbar wirkt – eine alte, liebevoll verzierte Holzschatulle. Doch schon in den ersten Sekunden wird klar: Hier steckt mehr dahinter, als man auf den ersten Blick erkennt.
Der Moderator begrüßt die Kandidatin warm und führt sie an den Expertisentisch. Dort nimmt der Sachverständige die Schatulle neugierig in die Hände, öffnet sie behutsam und entdeckt ein kleines, mechanisches Spielwerk.

Ein kaum hörbares, zartes Klingeln erfüllt den Raum. Die Kandidatin lächelt verlegen. „Ich dachte immer, das wäre nur Deko“, erklärt sie. Doch die Expertise nimmt schnell eine ungeahnte Wendung.
Der Experte erkennt das Stück sofort als ein frühes Beispiel einer handgearbeiteten Reise-Toilettenschachtel aus dem späten 19. Jahrhundert.
Mit Samt ausgekleidet, vollständig mit filigranen Messingbeschlägen versehen und ausgestattet mit einem mechanischen Musikwerk – ein Luxusobjekt seiner Zeit.
„Das ist keine einfache Schatulle“, erklärt er. „Das ist ein Statussymbol, eine Art tragbares Schönheitsatelier für wohlhabende Damen.“
Während die Kamera auf das faszinierte Gesicht der Verkäuferin zoomt, führt der Experte weiter aus: Das Werk, obwohl den Zahn der Zeit spürbar tragend, stammt vermutlich aus einer Leipziger Manufaktur, bekannt für hochwertige Musikmechanik.
Trotz kleiner Abnutzungsspuren und eines fehlenden Zahns im Werk bleibe der Wert erstaunlich stabil. Seine Einschätzung: 150 bis 200 Euro. Die Kandidatin verschluckt sich fast. „Ich hätte vielleicht mit 20 Euro gerechnet!“
Mit neuem Selbstvertrauen betritt sie den Händlerraum. Die Händler, sichtlich interessiert, mustern das antike Kästchen aufmerksam. Besonders beeindruckt zeigt sich ein Händler, der nicht nur die Mechanik, sondern auch die kunstvolle Handarbeit lobt.
Das erste Gebot fällt vorsichtig aus, doch schnell entwickelt sich ein lebhaftes Bietergefecht. 80 Euro, 100 Euro, 120 Euro – und schließlich hebt ein Händler entschieden die Hand: 170 Euro.
Die Verkäuferin nickt strahlend und nimmt das Angebot an. „Damit hätte ich niemals gerechnet“, sagt sie gerührt. Der Moderator fasst den Moment treffend zusammen: „Es sind oft die kleinen Dinge, die die größten Geschichten erzählen.“
Und genau das ist es, was diese Episode so besonders macht. Nicht der materielle Wert allein zählt, sondern die Entdeckung eines verborgenen Schatzes – und die Freude, die er entfacht. Ein perfektes Beispiel dafür, warum solche Sendungen das Publikum seit Jahren fesseln.




