Der Bergdoktor: Martin kämpft immer wieder gegen diese Krankheit
Ronja Forcher (28) erinnert sich in ihrem Buch “Für immer an meiner Seite” an ihre beste Freundin Sarah († 13). Die beiden wuchsen in der ländlichen Idylle nahe Innsbruck auf und waren unzertrennlich.
Doch Sarah litt an Progerie, einer seltenen genetischen Krankheit, die sie vorzeitig altern ließ. Sie verstarb mit 13 Jahren, nur wenige Wochen nach Ronjas erstem TV-Auftritt in “Der Bergdoktor”.

Sarah war für Ronja mehr als eine Freundin, sie waren wie Schwestern. “Wir waren ein unbesiegbares Team”, erinnert sich Ronja.
Sie teilten alles, lachten zusammen und erlebten unzählige Abenteuer. Ihre Bindung war so tief, dass sie sich gegenseitig als Familie betrachteten.
“Ihre Mutter war wie meine Mutter, und meine Mutter war wie ihre”, erzählt Ronja. Trotz Sarahs Krankheit genossen sie jeden Moment gemeinsam. “Ich habe sie nie weinen sehen, nicht einmal, wenn andere Kinder sie wegen ihres Aussehens gehänselt haben. Sie war stark, mutig und bewundernswert.”
Der 21. Juli 2008, Sarahs Todestag, veränderte Ronjas Leben. “Als meine Eltern mir sagten, dass Sarah gestorben ist, brach für mich eine Welt zusammen. Nichts war mehr wie zuvor.
An diesem Tag endete meine Kindheit.” Der Verlust hinterließ eine tiefe Wunde in Ronjas Herzen. Sie fiel in eine Phase der Trauer, aus der sie lange nicht herauskam.
“Ich wurde unausstehlich für alle um mich herum. Ich versuchte, den Schmerz zu betäuben, feierte Partys und trank zu viel”, gesteht sie.
Besonders schwer fiel es ihr, mit der Wut umzugehen. “Es erschien mir so unfair, dass Sarah sterben musste. Sie war ein wunderbarer Mensch, der so viel Liebe in sich trug.”
Gleichzeitig machte sie sich Vorwürfe, nicht in Sarahs letzten Stunden bei ihr gewesen zu sein. Diese Schuldgefühle quälten sie lange. Doch im Laufe der Jahre begann sie, einen neuen Weg für sich zu finden.
Ihre Karriere als Schauspielerin gab ihr Halt. “Die Dreharbeiten zu ‘Der Bergdoktor’ waren meine Zuflucht”, sagt sie.
Vier Jahre nach Sarahs Tod begegnete sie Felix Briegel (28), dem Mann, der ihr half, ihr Herz zu heilen. Sie verliebten sich und sind seit 2017 verheiratet.
“Felix bringt mich jeden Tag zum Lachen, genau wie Sarah es getan hat. Ich glaube, das ist einer der Gründe, warum ich mich in ihn verliebt habe.” Diese Liebe half ihr, ihren inneren Frieden wiederzufinden.
Ronjas Buch ist eine Liebeserklärung an Sarah, aber auch eine Reise der Selbstfindung. Es zeigt, wie tief eine Freundschaft sein kann und wie sie einen Menschen über den Tod hinaus prägt.

Sie möchte mit ihrer Geschichte nicht nur Sarahs Erinnerung bewahren, sondern auch anderen Menschen Mut machen, die einen geliebten Menschen verloren haben.
“Sarah hat mir beigebracht, das Leben zu lieben und jeden Moment zu genießen. Diese Lektion trage ich immer in mir.”
Ob sie eine Tochter jemals Sarah nennen würde, bleibt eine offene Frage. “Ich weiß nicht, ob es eine zweite Sarah in meinem Leben geben sollte”, sagt sie nachdenklich.
Doch eines ist sicher: Sarahs Erinnerung lebt in ihr weiter, und ihre Freundschaft wird für immer ein Teil von ihr bleiben.




