Fall Fabian (†8): Zeugin überrascht mit Aussage – alles erscheint in neuem Licht

Es gibt neue Bewegung im Fall Fabian – und der Verdacht gegen die Ex-Partnerin des Vaters scheint sich zu erhärten.

© IMAGO / Arnulf Hettrich, Fotomontage

Es gibt neue Bewegung im Fall Fabian – und der Verdacht gegen die Ex-Partnerin des Vaters scheint sich zu erhärten. Kürzlich wurde bekannt, dass zwei Zeugen aussagen, Gina H. habe sie vor dem offiziellen Auffinden der Leiche gezielt zu jenem Tümpel geführt, wo der Junge tot lag. Trifft das zu, war es kein Zufallsfund auf einer Gassi-Runde, sondern sie wusste bereits vorher, dass Fabians Leiche dort lag.

Nun scheint sich das durch eine weitere Aussage zu bestätigen. Sie kommt von Raffaela Jorga, einer Freundin von Fabians Mutter.

Kein Zufallsfund der Leiche – „Als wäre sie ihr Alibi“

Es geht dabei um den 14. Oktober, als Gina H. den Fund der Leiche der Polizei meldete. In der bisher bekannten Version hieß es, die 29-Jährige sei mit einer Bekannten und den Hunden auf einer Gassi-Runde unterwegs gewesen. Dabei sei es zufällig zu der erschreckenden Entdeckung gekommen. So sei die Leiche des Achtjährigen ausgerechnet von ihr entdeckt worden.

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Doch Jorga offenbart der „Bild“, dass sie von der Freundin von Gina H. eine ganz andere Version der Ereignisse gehört habe: „Sie sagte uns, dass das an diesem Tag anders gewesen ist. Normalerweise haben sie ihre Runden. Und an diesem Tag wurde sie abgeholt, ist dann direkt dorthin gefahren.“ Als sie in Klein Upahl ankamen, seien die Hunde im Auto geblieben. habe Gina H. direkt erklärt: „Da unten liegt Fabian.“


Mehr zum Fall Fabian:

  • Der Junge verließ am 10. Oktober das Haus seiner Mutter in Güstrow (Mecklenburg-Vorpommern).
  • Vier Tage später wurde er tot aufgefunden – am Ufer eines Tümpels bei Klein Upahl (rund 15 Kilometer vom Wohnort Fabians entfernt)
  • Ausgerechnet die Hauptverdächtige Gina H. will den Leichnam zufällig gefunden haben.
  • Sie sei dort mit einer Freundin spazieren gewesen,.
  • Seit dem 7. November sitzt Gina H. in U-Haft.

Daraufhin habe die Freundin sofort darauf bestanden, die Polizei zu rufen. Angeblich habe sie sich instrumentalisiert gefühlt von Gina H. „Als wäre sie ihr Alibi“, so Jorga.

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Wendung im Fall Fabian: Zeuge berichtet über schauriges Erlebnis

Ähnlich äußerte sich gegenüber RTL auch ein Mann, der angibt, in der Nacht davor von Gina H. zum Tümpel geführt worden zu sein. Im Taschenlampen-Licht habe er eine Leiche gesehen. Es komme ihm so vor, als habe die Tatverdächtige seine Spuren dort platzieren wollen.

„Fast 1.000 Spuren“ – aber noch keine Tatwaffe

Wie die dpa berichtet, müssen die Ermittler „fast 1.000 Spuren“ auswerten. Das teilt Harald Nowack, Sprecher der Rostocker Staatsanwaltschaft, mit. Nowack: „Wir haben zwar priorisiert. Aber wir kriegen immer peu à peu die Ergebnisse.“

Das Gutachten zur toxikologischen Untersuchung stehe noch aus. Vor allem aber fehlt den Ermittlern noch immer die Tatwaffe.

Am Mittwoch (3. Dezember) steht am Amtsgericht Rostock ein Haftprüfungstermin an. Dann wird entschieden, ob Gina H., die seit rund einem Monat in U-Haft ist, weiter inhaftiert bleibt. Ihr Anwalt Andreas Ohm will ihre Entlassung erwirken. Er argumentiert, dass nur Indizien vorliegen, keine handfesten Beweise.

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