Höhle der Löwen: Zoff & Tränen! So emotional war das Weihnachtsspecial
Gefühle statt Deals: Bei „Höhle der Löwen“ fließen Tränen und fliegen Spitzen.

Die Stimmung in der Gründershow „Die Höhle der Löwen“ schwankte beim großen Weihnachtsspecial zwischen warmherzigen Weihnachtsritualen, Tränen und heftigen Wortgefechten. Während einige Löwinnen tiefe persönliche Einblicke gaben, sorgte ein späterer Pitch für dicke Luft.
Tränen bei Dagmar Wöhrl
Dagmar Wöhrl öffnete in der Runde ein Kapitel, das ihr bis heute die Feiertage schwer macht. Die Unternehmerin verlor 2001 ihren zwölfjährigen Sohn bei einem Unfall – ein Schicksalsschlag, der Weihnachten für sie bis heute verändert. „Für mich war Weihnachten immer das wichtigste Fest, die Familie war zusammen. Wenn dann plötzlich ein Kind nicht mehr da ist, das kann man sich nicht vorstellen.“
Die Worte trafen die Runde mitten ins Herz. Janna Ensthaler stand sofort auf, nahm ihre weinende Kollegin in den Arm, während Judith Williams erschüttert nachfragte: „Wie hast du das geschafft?“ Wöhrl erklärte offen, dass es keinen wirklichen Abschluss gebe: „Es gibt immer wieder Momente, wo du nach unten gezogen wirst. Die Abstände werden länger, aber der Schmerz bleibt einfach.“ Williams zeigte sich beeindruckt von diesem Mut: „Ich glaube, dass du damit ganz vielen Leuten, die in einer ähnlichen Situation sind, hilfst.“
Weihnachtsrituale der Löwen
Neben schweren Momenten standen auch besinnliche Traditionen im Mittelpunkt. Judith Williams erzählte, dass sie ihrem verstorbenen Vater jedes Jahr einen Brief schreibt – ein persönliches Ritual, das sie eng mit ihm verbunden hält. Bei Janna Ensthaler wiederum dreht sich alles ums Helfen: Gemeinsam mit ihren Kindern packt sie jedes Jahr Geschenke für das Frauenhaus Braunschweig.
Im großen Weihnachtsspecial von „Die Höhle der Löwen“ ließen die Gründer:innen tief blicken und zeigten, wie unterschiedlich sie mit der emotionalen Weihnachtszeit umgehen. Doch kaum war das Thema abgeschlossen, sollte die Stimmung erneut kippen – diesmal wegen eines Gründer-Pitches.
Streit um Gutschein-Plattform
Die Gründer von „Joy_“ stellten ihre Plattform vor, auf der so gut wie alles mit einem Gutschein eingelöst werden kann. Anfangs überzeugte die Idee, doch beim Geschäftsmodell platzte vor allem Frank Thelen der Kragen: Die Gründer boten Produkte als UVP (Unverbindliche Preisempfehlung) an, hatten diese aber selbst reduziert gekauft. Für Thelen wirkte das fragwürdig: „Das ist ein bisschen eine Abzocke.“ Auch die Bewertung missfiel dem Investor: 350.000 Euro für zehn Prozent waren ihm zu viel. Er forderte 20 Prozent und eine kundenfreundlichere Umsetzung.
Janna Ensthaler unterstützte diese Kritik – und genau das brachte Judith Williams auf die Palme. „Ist das nicht Franks Idee?“, fragte sie spitz. Der Zoff wuchs weiter, nachdem Ensthaler sich tatsächlich den Deal für 15 Prozent gesichert hatte. Williams legte nach und befand die Gründer im Nachhinein für „strange“. Ensthaler reagierte prompt: „Das ist so schwach, das im Nachhinein runterzureden. Was ist dein Problem?“ Zwischen den beiden Löwinnen knisterte es heftig. Am Ende fanden sie bei Keksen und heißen Getränken aber doch noch zurück zum Weihnachtsfrieden.




