Peinlich-Alarm bei „Bares für Rares“: Händler tauchen plötzlich mit Mini-Mützchen auf!
“Sowas hab ich auch”, ruft Horst Lichter, als er das “Bares für Rares”-Studio betritt und dort zwei Fliegermützen erblickt.
Sie gehören den Eheleuten Annemarie und Frank Wattendorff – und wie der Moderator schwärmen sie für Oldtimer. Sie selbst besitzen einen Porsche 912 Targa – da passen die alten Lederhauben nicht so recht.

Experte Detlev Kümmel datiert die beiden Stücke auf die 1910er und 1920er Jahre. Eine stammt von der niederländischen Firma Peek & Cloppenburg, die 1901 auch in Deutschland erste Betriebe eröffnet habe – in Düsseldorf und Berlin. Die zweite Kappe könne sogar eine Maßanfertigung sein.
“Bares für Rares”: Horst Lichter wünscht “gute Fahrt”
220 Euro möchte das Ehepaar für die beiden Mützen haben. Detlev Kümmel ist da etwas defensiver: Er schätzt den Wert der Kappen auf 50 bis 80 Euro pro Stück – kommt also auf einen Gesamtpreis von 100 bis 160 Euro.
Dafür würden die Wattendorffs auch verkaufen. Und so übergibt Horst Lichter ihnen die Händlerkarte und wünscht “gute Fahrt in den Händlerraum”.
Dort stülpt sich Julian Schmitz-Avila erst einmal die beiden Hauben über und erntet dafür große Heiterkeit. “Sie haben das Lachen in den Händlerraum gebracht”, sagt Sarah Schreiber, als die Verkäufer den Raum betreten. “Da flossen wirklich Tränen”, ergänzt Lisa Nüdling.
Christian Vechtel macht den “Waldi” und startet die Auktion mit 80 Euro. Das höchste Gebot kommt von Roman Runkel, der 200 Euro zu zahlen bereit ist. Obwohl er damit den Schätzwert übertroffen hat, zieren sich die Wattendorffs und verweisen auf die gute Qualität der Mützen. Auf diese Weise leiern sie dem Händler noch 20 weitere Euro aus den Rippen. Mit 220 Euro erhalten die Eheleute letztlich genau ihren Wunschpreis. Gut gemacht!

Was wäre “Bares für Rares” ohne seine 80 Euro: Das ist das Lieblingsstartgebot von Walter Lehnertz, der von allen nur “Waldi” genannt wird. Der gelernte Pferdewirt stammt aus Prüm in der Eifel und betreibt dort einen Antiquitätenhandel. Seine lockeren Sprüche wie “Ich fang dann mal mit 80 Euro an” (selbst wenn das Objekt erkennbar ein Vielfaches wert ist) oder “Engelschen” (so nennt er viele Verkäuferinnen) oder “Prügel” (seine Bezeichnung für Kunstobjekte) machen ihn zum Publikumsliebling. Ein Bieterduell mit Lehnertz kann teuer werden: Er mag ausgefallene Objekte wie alte Spielautomaten oder Militaria und bezahlt dafür gern auch deutlich mehr als den Schätzpreis. So bot er für einen alten Kicker 1750 Euro, obwohl die Expertise nur bei 600 Euro lag.

Der gebürtige Österreicher ist seit der ersten Folge bei “Bares für Rares” dabei und sitzt immer in der Mitte. “Ich bin der Ruhigste. So kam ich in die Mitte”, begründete er seinen Stammplatz im Interview mit dem stern. Zu Kunst und Antiquitäten kam Pauritsch, der zuvor als Chauffeur, Schlosser, Installateur, Nachtwächter, Hundeführer, Detektiv und Wachmann tätig war, durch Zufall. Auf einer Versteigerung fiel der Auktionator aus, er sprang ein und machte seine Sache so gut, dass er engagiert wurde. Pauritsch holte ein Fernstudium der Kunstgeschichte nach und hat heute seinen eigenen Laden in Oberstaufen im Allgäu. Wenn er nicht bei “Bares für Rares” sitzt, ist er in ganz Deutschland als Auktionator unterwegs.

Er ist mit seiner auffälligen Frisur und seinen Ohrringen der Paradiesvogel bei “Bares für Rares”: Der aus Thüringen stammende Kunsthändler Fabian Kahl wurde auf einem Flohmarkt für die Show entdeckt und sitzt ebenfalls seit der ersten Folge am Händlertisch. Zusammen mit seiner Familie hat Kahl ein altes Schloss im Saale-Orla-Kreis in Thüringen restauriert und betreibt dort auch ein Antiquitätengeschäft. Inzwischen lebt Kahl in Köln. Der 27-Jährige hat eine Vorliebe für altes Porzellan und ist bei den Zuschauern für seine Fachkenntnis und Fairness bekannt.
Das sind die Händler bei “Bares für Rares” – Wetten, dass Sie nicht alle kennen?
Nachdem er bezahlt hat, muss Runkel noch eine Aufgabe erledigen: Die anderen Händler nötigen ihn, die Kappe aufzusetzen. Der 61-Jährige folgt dem Wunsch und bringt seine Kollegen damit ein weiteres Mal zum Lachen. So findet die Versteigerung einen rundum versöhnlichen Ausklang.




