Plot Twist: Elke verpasst 200 Jahre altem Buch aus Preußen ein Glow Up | Bares für Rares
„Bares für Rares“: Historisches Militärbuch sorgt für Staunen – und eine aufwendige Restaurierung
Mit einer außergewöhnlichen Rarität sorgten Bertold Schaum und John Heinemann bei Bares für Rares für Aufsehen: einem original erhaltenen Uniformbuch der preußischen Armee aus der Zeit Friedrichs des II. Schon beim ersten Durchblättern geriet Händlerin Elke ins Schwärmen.
„So alt, so eine tolle Geschichte – ich habe sowas noch nie gesehen“, bemerkte sie ehrfürchtig.

Das Werk enthält farbig erhaltene Kupferstiche, die die Uniformen aller preußischen Regimenter um 1797 zeigen. Besonders faszinierte die Expertin, wie brillant die Farben nach über 200 Jahren noch strahlen.
Der Zustand des Buches war allerdings sichtbar gebraucht: gebräunte Seiten, ein stark abgenutzter Einband und ein Rücken, der beinahe auseinanderfiel. Trotzdem taxierte die Expertin das Sammlerstück auf 1.400 bis 1.600 Euro.
Bieterduell im Händlerraum
Im Händlerraum entbrannte sofort ein lebhaftes Bietergefecht. Die Händler steigerten sich schnell hoch: 100, 200, 500, dann 800, 900 Euro – bis Elke schließlich beherzt bei 1.100 Euro zuschlug. „Ich habe mich tierisch gefreut, mich durchsetzen zu können“, sagte sie begeistert.
Sie wusste aber: Damit die Rarität wieder repräsentierbar wird, braucht der Einband professionelle Pflege. Also brachte sie das Buch zu Buchbinderin Sarah Stahl nach Köln.
Der Restaurationsprozess: voller Tücken und kleiner Geheimnisse
Schnell zeigte sich, dass die Reparatur anspruchsvoll werden würde. Schon beim Ablösen des Vorsatzpapieres musste Sarah improvisieren.
Beim Öffnen des Einbandes entdeckte sie zudem eine Überraschung: In den Pappschichten befand sich ein alter Druckbogen – möglicherweise ein Teil eines Notenblatts. Ein Fund, der für sie „eher ideellen als monetären Wert“ hat, aber die Restauratorin sichtbar faszinierte.
Der brüchige Rücken erforderte viel Geduld: Er musste Schicht für Schicht stabilisiert, geklebt und später mit neuem Gewebe verstärkt werden.
Der Buchblock wurde mit neuem Vorsatzpapier versehen, die Kanten koloriert, Ecken stabilisiert und der Einband neu aufgebaut. Schließlich setzte Sarah die alten Rückenfragmente wieder auf – damit das historische Erscheinungsbild erhalten blieb.
Das Ergebnis – und die Hoffnung auf Gewinn
Als Elke das restaurierte Stück abholte, war sie begeistert: „So sollte es sein. Man darf sehen, dass es gelebt hat – aber jetzt kann man es wieder schön präsentieren.“
Ihre Kosten im Überblick:
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Kaufpreis: 1.100 Euro
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Restaurierung: ca. 300 Euro
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Gesamtausgaben: 1.400 Euro
Ihr Wunschverkaufspreis: 1.900 Euro.
Ob sie diesen erzielt, bleibt offen – aber eines ist sicher: Aus einer abgenutzten Rarität ist wieder ein Sammlerstück geworden, das Geschichte atmet.





