Schock bei „Hartz und herzlich“: Jasmin sucht wegen schwerem Trauma psychologische Hilfe
Während eines Besuchs bei dem Grab von Tochter Lenja, die tot zur Welt kam, erzählen Jasmin und Maik von ihren aktuellen Problemen. Das Paar bezog zum Drehzeitpunkt der „Hartz und herzlich“-Folgen noch Bürgergeld und lebte in einem Eltern-Kind-Heim. Besuche auf dem Friedhof sind deswegen nur sporadisch möglich.

Während die beiden Rostocker das Grab ihrer Tochter neu dekorieren, macht Jasmin sich Gedanken über den Tod ihrer ungeborenen Tochter: „Das mit Lenja ist jetzt fast 21 Monate her, in drei Monaten ungefähr hat sie ihren zweiten Geburtstag.“ Das tragische Schicksal ihres Kindes kann die junge Mutter nur mit psychologischer Hilfe verarbeiten.
Nach Totgeburt von Tochter: „Hartz und herzlich“-Jasmin kämpft mit Trauma
„Wir haben jetzt unsere Trauerberatung abgeschlossen und müssen jetzt nach Therapieplätzen gucken,“ erzählt die Rostockerin. Jasmin kämpft bis heute mit dem Verlust, ihr Ehemann Maik unterstellt seiner Frau bei
„Hartz und herzlich“ schon zu tiefe Trauer. Sie suche einen Therapieplatz, „eher auch wegen meiner PTBS und Depressionen“. PTBS bezeichnet die posttraumatische Belastungsstörung.
Sie ist bereit, sich Hilfe zu holen. Dank der Trauerberatung spürt sie erste Fortschritte: „Wir haben unsere Punkte gefunden, wie wir damit umgehen können.“
Der Tod ihrer ungeborenen Tochter war für das Ehepaar eine traumatische Erfahrung. Das Grab zu besuchen, hilft ihnen in schwierigen Zeiten. „Das hilft mir sehr“, bestätigt Jasmin, „dann weiß ich, dass alles okay bei Lenja ist.“
Ob die Bürgergeld-Empfänger das Grab ihrer Tochter besuchen können, hängt aber nicht nur von ihrer Stimmung ab. Da die „Hartz und herzlich“-Protagonisten in einer Einrichtung des Jugendamts leben, haben sie nicht nur eine weitere Anreise. Jasmin und Maik haben Verpflichtungen, denen sie nachkommen müssen. Dadurch fehlt manchmal die Zeit, auf den Friedhof zu gehen. Trotzdem: Sie besuchen Lenja so oft es möglich ist.




