Weil sie keine Teller waschen will – Bürgergeld-Empfängerin muss von 25 Euro leben

Das Jobcenter versucht, die junge Rostockerin Lena wieder auf den Arbeitsmarkt zu bringen. Doch die 19-Jährige hat genaue Vorstellungen, was sie machen möchte und was nicht.

Bei „Hartz und herzlich“ echauffierte sie sich über die Arbeit in der Gastronomie – man verdiene zu wenig und bekäme auf Dauer „einen an der Klatsche“. Das Angebot, auf einem Erdbeerhof zu arbeiten, lehnt sie deshalb ab.

Bürgergeld empfängerin lena schaut bei hartz und herzlich aus rostock mit offenem mund in die kamera
Lena bekommt vom Jobcenter Stellenangebote. Doch besonders überzeugt ist die Bürgergeld-Empfängerin nicht. (Archivbild) © Screenshot / RTLZWEI / RTL+

Der Bürgergeld-Empfängerin stehen aufgrund von Problemen mit dem Amt monatlich ohnehin nur 80 Euro zur Verfügung. Ein Job könnte ihre Rettung sein – aber sie hat keine Lust. „Klar, das wäre was“, meint sie über das Jobangebot, „aber acht Stunden jeden Tag Teller spülen – ich glaube, da hat auch nicht jeder Bock drauf.“ Deswegen lehnt sie trotz großer finanzieller Not ab.

„Hartz und herzlich“: Rostockerin Lena lehnt trotz hoher Schulden Jobangebot ab

„Deswegen heißt es für mich jetzt weitersuchen“, erklärt Lena locker, dabei ist ihre Situation gar nicht entspannt. Die „Hartz und herzlich“-Protagonistin hat tausende Euro Schulden, ihre Bürgergeld-Bezüge wurden auch gekürzt. Sie zeigt einen 20- und einen 5-Euro-Schein, sowie zwei Münzen: „Das ist mein letztes Geld, damit muss ich auskommen.“ Von knappen 25 Euro muss sie den Monat bestreiten.

Ohne die Hilfe ihres Mitbewohners wäre die 19-jährige Rostockerin aufgeschmissen: „Max ist auf jeden Fall da und Max hilft mir auch, was ich ziemlich gut finde.“ Ihr Kumpel kauft die Lebensmittel für die WG und übernimmt auch sonst einiges an Arbeit: „Ich bin eher so die klassische Hausfrau und Max geht arbeiten, aber zurzeit versucht Max das alles zu machen, weil mir geht es nicht so gut.“

„Hartz und herzlich“: Lenas Ordnungssinn lässt wohl zu wünschen übrig.
Lenas Ordnungssinn lässt wohl zu wünschen übrig. © Screenshot / RTLZWEI

Um zumindest wieder mehr Geld vom Amt zu bekommen, müsste Lena nur einige Unterlagen einreichen. Dann bekäme sie auch wieder Waisenrente. Doch bisher tut sich nichts bei der Bürgergeld-Empfängerin, die bei „Hartz und herzlich“ an ihrem Schreibtisch sitzt – inmitten von dreckigem Geschirr, Essensresten und Müll. Aktuell wirkt es bei der 19-Jährigen nicht so, als würde es bald bergauf gehen.

 

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