Drama um Jobsuche: Bürgergeld-Empfängerin fühlt sich von Arbeitgebern überfordert
Lena lebt mit zwei Freunden in einer WG, Ordnung und Sauberkeit spielen nur eine untergeordnete Rolle.
Die größte Sorge der jungen Bürgergeld-Empfängerin sind ihre Schulden, sie muss Rechnungen über tausende Euro begleichen. Doch finanziell sieht es übel aus, wie sie bei „Hartz und herzlich“ beichtet. Ein Job könnte die Lösung sein.

Derzeit bekommt Lena nur 80 Euro monatlich, weil die Bürgergeld-Empfängerin sich nicht um ihre Anträge beim Jobcenter gekümmert hat.
Vom Amt bekommt sie immerhin weiter Stellenangebote, auf die sie sich bewerben kann. Ganz oben mit dabei: eine Stelle auf einem Erdbeerhof, wo Servicekräfte gesucht werden. Doch Begeisterung sieht anders aus.
Rostockerin Lena beichtet bei „Hartz und herzlich“ ihr Schuldendebakel – Job muss her
„Das Angebot ist halt für Aushilfe beziehungsweise Minijob als Helfer oder Helferin im Gastgewerbe“, erklärt sie und erzählt, was von ihr erwartet wird: „Freude am Umgang mit Menschen, Flexibilität, Teamfähigkeit und Zuverlässigkeit“. In der Gastro hat Lena bereits Erfahrung gesammelt und meint deshalb: „Als Servicekraft erwartet man wirklich viel von einem!“
Man benötige „so viel Selbstbeherrschung“, ärgert sich Lena. Sonst bekäme man „nach einem Kommentar einen kompletten Klatsch oder einen Nervenzusammenbruch“, meint die 19‑Jährige. Für einen solchen Job müsse man gut bezahlt werden: „Klar, die meisten Betriebe zahlen dann auch genug. Wobei ich denke, für diesen Job müsste man genauso viel verdienen wie in der Altenpflege. Weil Altenpfleger und ‑betreuer verdienen so gut!“
In Lenas Augen ist die Arbeit in der Pflege überaus rentabel, die Gastro weniger. Trotzdem will sie sich als Servicekraft bewerben. Dafür muss sie ein Anschreiben und einen Lebenslauf verfassen, sowie ein Foto von sich einreichen. Aber für besonders wichtig hält sie die Dokumente nicht: „Die gucken sich den Lebenslauf eh nicht an.“ Ob die Bürgergeld-Empfängerin endlich einen Job findet und von den Schulden langsam wegkommt, wird sich noch zeigen.




